Kleiderschrank entrümpeln mit KonMari-, 3-Kisten- oder 5-S-Methode

Kleiderschrank aufräumen

Du musst schon wieder mal deinen Kleiderschrank aufräumen? So geht’s richtig! 3 Ordnungsmethoden im Vergleich

Spätestens wenn dein Kleiderschrank nach einem ausgedehnten Shopping-Trip wieder mal aus allen Nähten platzt, denkst du dir sicher voller Vorfreude: Es wird Zeit zum Kleiderschrank entrümpeln. Aber das muss nicht sein! Mit ein bisschen Disziplin und einer guten Ordnungsmethode hast du für immer einen aufgeräumten Schrank. Drei Ordnungsmethoden habe ich für dich verglichen. So kannst du die auswählen, die für dich am besten passt. Oder dich einfach für deine ganz eigene Methode inspirieren lassen.

Ausgangspunkt: Problem-Kleiderschrank

Wenn du morgens immer vor deinem Schrank stehst und nichts zum Anziehen findest, hast du vermutlich nicht wirklich nichts zum Anziehen, sondern einfach einen viel zu vollen Schrank. Hast du eine vernünftige Basisgarderobe, hilft nur eines: Nicht noch mehr Kleidung kaufen, sondern erstmal Entrümpeln. Kleidungsstücke, die du nur ein Mal oder vielleicht noch nie getragen hast, welche dir nicht mehr passen oder gefallen, in denen du dich nicht so richtig wohl fühlst, müssen raus. Aber wie machst du das am besten und wie bleibt der Kleiderschrank endlich ordentlich und übersichtlich? Drei Ordnungsmethoden für den Kleiderschrank habe ich für dich verglichen.

 

KonMari-Methode

Bei der KonMari-Methode stellst du dir die zentralen Fragen „Was macht mich glücklich?“ und „Was brauche ich wirklich?“ Alles, an dem du nicht wirklich Freude hast und das du gar nicht brauchst, wird entrümpelt.

Wie funktioniert das?

Die Methode stammt von der Aufräum-Expertin Marie Kondo. Sie empfiehlt nach Kategorien auszumisten. Du sammelst also erstmal alle Kleidungsstücke in deiner Wohnung zusammen und arbeitest dich vor von den emotional für dich weniger wichtigen Dingen bis hin zu deinen Lieblingsstücken. Nimm jedes Teil in die Hand und stell dir die Frage, ob es dich wirklich glücklich macht und du es in deinem Leben noch brauchst. Hast du das mit all deinen Kleidern und Schuhen gemacht, wandert alles ordentlich an einen festen Ort zurück. Denn auch Dinge brauchen ein Zuhause. Marie Kondo empfiehlt, dabei die Kleidung für Kleiderschrank und Kommode stehend zu falten.

 

3-Kisten-Methode

Um mit der 3-Kisten-Methode Ordnung in deinem Kleiderschrank zu schaffen, benötigst du als erstes 3 Kisten, Müllsäcke oder Ähnliches. Du gehst jedes Stück in deinem Schrank durch und fragst dich, ob du es noch brauchst.

Was du noch brauchst landet in Kiste 1. Was zwar noch tragbar ist, du aber nicht mehr tragen wirst, landet in Kiste 2. Dinge in Kiste 2 kannst du entweder verkaufen, an Freunde verschenken oder gemeinnützigen Organisationen spenden. Socken mit Löchern, abgetragene Jeans, Strumpfhosen mit Laufmaschen usw. landen in Kiste 3. Diese ist für alles, was niemand mehr tragen will und in den Müll gehört.

Wenn dir das Ausmisten sehr schwer fällt oder du dir bei einem Teil nicht sicher bist, frage dich immer: Habe ich das Kleidungsstück im letzten Jahr mindestens einmal getragen und wenn ja wie habe ich mich dabei gefühlt. Das hilft dir sicher beim Kleiderschrank entrümpeln.

Sind dir 3 Kisten zu wenig? Dann schau dir mal meinen Beitrag zur Vier-Kisten-Methode an!

Nochmal in der Übersicht die 3 Kisten:

  • Kiste 1: Lieb-ich-Dinge und Brauch-ich-Dinge
  • Kiste 2: Brauch-ich-nicht-Dinge
  • Kiste 3: Braucht-niemand-Dinge

 

5-S-Methode

Die 5-S-Methoder aus der japanischen Produktionstechnik kannst du auch auf deinen Kleiderschrank übertragen. Wofür stehen die 5 S?

  1. Seiri – Separieren
  2. Seiton – Sortieren
  3. Seiso – Säubern
  4. Seiketsu – Standards
  5. Shitsuke – Selbstdisziplin

1. Separieren

Im ersten Schritt holst du alle Kleidungsstücke aus deinem Kleiderschrank und sortierst sie aus. Alles was du nicht mehr brauchst, kommt weg. Es ist dabei egal, ob du die Dinge wegwirfst, verschenkst oder spendest.

2. Sortieren

Als nächstes sortierst du deine Kleidung nach Kategorien und überlegst dir dafür eine sinnvolle Ordnung im Schrank. Schubladeneinsätze, Körbe oder z.B. Gürtelhalter helfen dir hier für Ordnung zu sorgen.

3. Säubern

Bevor nun alles wieder mit neuem Ordnungssystem in den Kleiderschrank zurück kann, solltest du ihn gründlich reinigen. Außen und innen, oben und unten, Schubladen, Regalböden und Kleiderstange. Ein leerer Kleiderschrank putzt sich einfach leichter als ein voller. Also nutze deine Chance.

4. Standards

Ist dein Schrank fertig und für dich ideal eingeräumt, fotografier dein neues Ordnungssystem. Das gibt dir eine Hilfestellung, um alles nach jedem Waschen genau so wieder einzuräumen und damit die schöne Ordnung beizubehalten.

5. Selbstdisziplin

Wendest du dein neues System immer an, breitet sich nie wieder Chaos im Kleiderschrank aus. Ein Mal im Jahr solltest du den Schrank trotzdem überprüfen. Es kommt neue Kleidung hinzu und ältere ist vielleicht nicht mehr zu gebrauchen.

 

Checkliste für alle drei Ordnungsmethoden

Eine ausführliche Übersicht mit Checklisten zu allen drei Ordnungsmethoden findest du auch bei Wenz. Für welche Ordnungsmethode hast du dich entschieden? Oder hast du ein noch besseres System entwickelt?

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